Abschied von Freunden und vom Festland

Heute heißt es Abschied nehmen von unserem Guide Stefan und den beiden Fahrern. Nach dem Frühstück bedanken wir uns als Gruppe bei Stefan – wie üblich mit einem Trinkgeld. Er hat sich jeden Dollar redlich verdient: Er hat uns die Tage über fantastisch begleitet und hatte auf jede Frage eine Antwort. Das Abenteuer mit ihm und seine abendlichen Briefings werden wir so schnell nicht vergessen; er war wirklich ein Teil unserer Gruppe.
Dann fahren wir Richtung Flughafen Arusha. Auf dem Weg halten wir, wie den Damen versprochen, noch bei einigen Souvenirshops. Zuerst in einem traditionellen, einfachen Laden.

Hier ist Handeln gefragt und wir geben unser Bestes. Als wir wieder draußen sind, dämmert uns jedoch, dass wir nicht gerade die Verhandlungskünstler waren und wohl zu viel bezahlt haben – nicht ganz unsere Welt. Danach geht es zu einem modernen Einkaufspalast, der Tanzanite Experience. Hier gibt es alles: von Kaffee und Schmuck bis hin zu Schnitzereien und Antiquitäten. Hier läuft es besser – glauben wir zumindest – als wir mit vollen Händen wieder vor der Tür stehen.
Weiter geht es zum Flughafen. Wir stoppen noch für ein gemeinsames Mittagessen, bei dem wir uns auch bei den beiden Fahrern für die tollen Safari Tage bedanken. Auch sie haben es sich wirklich verdient. Ein letztes Mal steigen wir in die Jeeps, und dann sind wir auch schon am Flughafen. Die Kofferträger warten bereits, alles geht plötzlich ganz schnell und wir stehen in der Schlange. Zeit für einen letzten Abschied und eine herzliche Umarmung muss aber sein. Ich habe es nicht im Detail beobachtet, aber ich bin mir sicher, dass die eine oder andere Träne gekullert ist.
Der Arusha Airport ist ein nationaler Flughafen, an dem es ein wenig abenteuerlich und für unser Empfinden etwas unorganisiert zugeht. Als das Gepäck die Personenwaage passiert hat und im Chaos verschwindet, schauen wir uns fragend an: Ob wir unsere Koffer auf Sansibar wohl wiedersehen? Es bleibt noch Zeit für einen Kaffee und einen kurzen Rundgang. Ein T-Shirt fällt mir ins Auge, ich kaufe es jedoch nicht – vielleicht sieht man sich ja zweimal im Leben.

Dann geht es zu Fuß zu unserem Flieger, einer Turboprop-Maschine.

Wir verlassen das Festland von Tansania. Leider zeigt sich der Kilimandscharo nicht; wie so oft versteckt er sich hinter einer dichten Wolkenwand. Nach dem Start geht es über Arusha Richtung Sansibar. Unter uns ziehen Landschaft, Landschaft und nochmals Landschaft vorbei.

Es gibt so gut wie keine Bebauung, und man kann die Weite kaum fassen. Tansania ist fast dreimal so groß wie Deutschland, aber nur etwa 1,5 % der Fläche sind bebaut.
Als die Küste des Indischen Ozeans in Sicht kommt, sind wir fast da. Das Wasser sieht von hier oben fantastisch aus.

Beim Aussteigen ist es gefühlt noch einmal wärmer als die letzten Tage in der Serengeti. Jetzt geht es durch die Kontrolle: Zuerst wird geprüft, ob die obligatorische Krankenversicherung (ZIC) bezahlt wurde. Da wir vom Festland einreisen, benötigen wir keine Gelbfieberimpfung und auch unsere Visa werden nicht erneut kontrolliert.
Und wir sind nicht alleine angekommen: Unsere Koffer sind tatsächlich auch da! Unser Guide für Sansibar, Hassan, erwartet uns bereits. Nach ein wenig Durcheinander, da zeitgleich eine zweite Reisegruppe gelandet ist, verstauen wir unser Gepäck im Bus. Endlich geht es los zu unserem ersten Quartier in Stone Town.

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