Heute ist es soweit, unsere erste Wanderung startet. Der Levada de Moinho und der Levada Nova liegen oberhalb von Ponta do Sol. Ich plane die Tour direkt vom Hotel aus, die meisten nehmen als Start- und Zielpunkt die Kirche Igreja da Lombada. Aber die 300 Höhenmeter und 3 km extra sind wohl auch noch drin. Der Weg ist ja schließlich das Ziel. Die Strecke ist in Komoot als schwer gekennzeichnet, da man an einigen Stellen wohl besser schwindelfrei sein sollte, teilweise läuft der Weg wohl ungesichert entlang am Hang. Wir lassen uns überraschen. Der Weg hoch, belohnt uns mit seiner tollen Aussicht.




Dann geht es quer Feld ein, durch eine Bananenplantage, wo das Wasser steil den Hang runter kommt. Selber Schuld wer mit dem Auto hoch fährt.



Oben angekommen bei der Kirche ist der Parkplatz schon recht voll, wobei wir auf unserem Aufstieg noch niemanden begegnet sind. Der Einstieg zum Levada ist direkt nach der Kirche.


Nach einigen Metern muss man sich entscheiden ob man links oder rechts rum läuft. Als gute Deutsche laufen wir natürlich im Uhrzeigersinn, also zuerst den Levada Moinho bis zum Wasserfall. Hier soll auch weniger Gegenverkehr sein, lassen wir uns von einem frühen Vogel der schon rum ist verraten. Wir laufen los und es sieht gut aus, wir sind quasi alleine unterwegs. Die Pflanzenwelt ist ein Traum, teilweise fühlt man sich wie im Dschungel.



Den Weg kann man nicht verfehlen, immer dem Levada (Wasserlauf) lang. Ab und zu, wenn dann doch mal jemand entgegen kommt, muss einer weichen auf den Rand des Levada. Anscheinend hat der Ältere Vorfahrt, dummerweise bekommen wir auch oft Platz gemacht. Auch nicht so nett. Wir überholen zwei „Botaniker“, die mit der Pflanzenwelt beschäftigt sind und auch mit sich selbst.




Beide schauen ziemlich ängstlich in den Abgrund und drücken sich an den Rand. Wobei der Weg bis jetzt echt harmlos war. Aber ein Highlight jagt das nächste. Kann man nicht nur, muss man gesehen haben wenn man auf Madeira ist.




Der Levada Nova liegt weiter oben und soll deutlich ausgesetztere Stellen haben. Am Ende des ersten Teilstück muss man das Bachbett erst in die eine Richtung und dann wieder zurück überqueren. Das stellt den ein oder anderen schon vor eine Herausforderung, war im Reiseführer auch nicht so beschrieben.


Hier ist auch schon der erste Wasserfall.

Dann kommt der Einstieg zum Levada Nova, wo uns dann nach ein paar Metern der zweite Wasserfall, der über den Weg runterkommt, in seinen Bann zieht.


Aber immer schön auf den Weg achten, das ganze ist nur ziemlich halbherzig abgesichert und schon in die Jahre gekommen. Danach geht es durch den Tunnel. Also Stirnlampen auf und los geht’s.


An der Seite der Levada und von oben tropft es auch nicht wenig. Nach ein paar Minuten sind wir schon durch. Der Weg läuft jetzt mehr im freien und ist tatsächlich teilweise recht ausgesetzt und es geht für uns Flachlandtiroler schon ganz schön steil und weit runter. Der Weg ist aber breit genug und somit kein Problem.




Der untere Weg der teilweise gefühlt im Dschungel verlief, hat uns persönlich besser gefallen. Zurück an der Kirche erstmal Ausschau halten, nach einem Nachmittags Snack. Google verrät uns, dass es nicht weit weg ein Café gibt. Mal schauen was uns erwartet. Die Idee hatten auch schon andere, aber der letzte freie Tisch wartet schon auf uns. Bei zwei Espresso, Bier und Pastel de Nata kommen wir wieder zu Kräften. Wir müssen ja noch den Weg wieder runter. Die Anderen haben wohl, das Auto hier oben stehen. Wie langweilig.

Hier noch link zur Tour auf komoot:
